Zahlen und Fakten

Wirtschaftsfaktor Psyche

Statistik psychische Erkrankung
Datenquelle: DAK-Gesundheitsreport 2017

Psychische Erkrankungen nehmen stetig zu und werden damit zu einem echten Wirtschaftshemmnis. Nicht nur, dass sie den zweifelhaften Ruhm erlangt haben, hinter Muskel-Skelett-Erkrankungen auf Platz 2 der wichtigsten Krankenstands-Diagnosen zu landen (lt. DAK-Erhebung) - insbesondere die Anzahl der Fehltage pro Krankheitsfall schlägt mit 38 Tagen massiv zu Buche. Aber auch Belastungen, die in keiner Fehlzeiten-Statistik auftauchen, zeigen negative Auswirkungen im Arbeitsalltag: 80% aller Berufstätigen leiden unter Schlafstörungen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der DAK und Schwerpunktthema ihres aktuellen Gesundheitsreportes.

Wer als Führungskraft oder Kolleg/in schon in der Situation war, einen mehrwöchigen Ausfall eines Mitarbeiters / einer Mitarbeiterin auffangen zu müssen, weiß, was das bedeutet: eine enorme Zusatzbelastung und damit auch ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Weitere Krankheitsfälle im Team sind vorprogrammiert, angestrebte Ziele werden nicht erreicht. Kurzfristig eingestelltes Vertretungspersonal muss erst eingearbeitet werden und verursacht zusätzliche Lohnkosten. Grund genug für jeden Arbeitgeber, etwas Zeit und Geld in die psychische Gesundheit seiner Beschäftigten zu investieren!

Zu dem vollständigen DAK-Gesundheitsreport 2017 gelangen Sie hier


Stress durch Berufspendeln

Berufspendler - Stress

Knapp 60% aller Berufstätigen verbringen täglich bis zu 4 Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Autos, um zu ihrem Arbeitsplatz und wieder nach Hause zu gelangen. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die menschliche Psyche und deren Gesundheit. Ab einer Fahrtzeit von 30 Minuten steigt das gesundheitlichen Risiko deutlich an. Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Folgen und wirken sich unmittelbar auf Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus. Durch lange Fahrzeiten reduzieren sich Freizeit und damit auch notwendige Regenerationszeit.

Die schnelle Empfehlung, in die Nähe des Arbeitsplatzes ziehen, ist einfacher ausgesprochen als umgesetzt. Neben der Verbundenheit mit einem privaten Umfeld und ggf. die Nähe zum Arbeitsplatz des Partners / der Partnerin, sprechen vielfach befristete Arbeitsverträge gegen einen (vorschnellen) Umzug. Auch Gehaltsstrukturen, die gerade in großen Städten nicht mit den Immobilienpreisen in Einklang zu bringen sind, lassen Arbeitnehmer/innen am bisherigen Wohnort verbleiben.

Viele Arbeitgeber reagieren darauf und entlasten Ihre Beschäftigten, z.B. durch flexible Arbeitszeitmodelle und die Möglichkeit von Home-Office. Erste Schritte in eine gesündere Arbeitswelt.

Der ADAC hat das Thema Pendeln aufgegriffen. Den Bericht, für den auch verschiedene Berufspendler befragt wurden, finden Sie hier.